Vorsicht, Falle!

Die Schulen und Kitas öffnen wieder, mit jedem Öffnungsschritt normalisiert sich unser Alltag. Aber ist jetzt wirklich alles gut? Oder laufen wir in eine Falle?



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Der Alltag läuft wieder an


Nun geht es also wieder los, Nach mal wieder mehreren Woche Distanzunterricht und geschlossenen Kitas, von all den bekannten Einschränkungen im Leben mal ganz zu schweigen, öffnen am kommenden Montag bei uns die Schulen wieder, die Kindertagesstätten werden aller Voraussicht nach im Laufe der Woche folgen.


Wir machen also erste vorsichtige Schritte in Richtung Alltag.


"Na, dann ist jetzt alles wieder gut!" sagte dazu meine Schwiegermutter.

Und ja, ich bin auch froh, dass wir langsame Schritte in Richtung Normalität unternehmen. Dass manches wieder möglich ist.


Aber ist damit wirklich alles wieder gut?


Von vielen Klientinnen höre ich etwas anderes. Da gehen die Kinder seit kurzem wieder in die Kitas oder regelmäßiger in die Schule, aber damit sind der Stress und die besondere Belastungssituation nicht vorbei. Im Grunde wechselt sich meist eine Belastung mit einer anderen ab.


Für mich zum Beispiel bedeutet der neue Rhythmus, dass ich drei Kinder zu drei verschiedenen Zeiten in die Schule oder Kita bringen werde und wieder abhole. Ich bin dann manchmal mehr mit Bringen und Holen unterwegs als die Kinder netto alle aus dem Haus sind. Meine Arbeitszeit - von "Zeit für mich" ganz zu schweigen - bleibt minimal und muss anders organisiert werden.


Und das ganze Ausmaß der in den letzten Wochen angesammelten Erschöpfung und Überforderung wird auch erst jetzt langsam sichtbar.


Jetzt nicht in die Falle gehen


Und so müssen wir Eltern gerade jetzt besonders aufpassen, dass wir nicht in eine Falle laufen. Dass wir denken "Jetzt ist ja alles wieder gut!" und dann unreflektiert unser altes Pensum wieder aufnehmen.


Wir sollten achtgeben, dass wir

--> nicht zu schnell wieder zu viel zu wollen.

--> uns nicht zu schnell wieder zu viel zuzumuten.

--> uns nicht zu schnell auf zu viel wieder einlassen.


Statt dessen gilt es wahrzunehmen:

--> Was ist jetzt das richtige Tempo für mich?

--> Was kann ich jetzt (schon) leisten?

--> Was sollte besser noch warten?


Selbstmitgefühl und Selbstfürsorge sind jetzt das A und O


Es ist vollkommen ok, jetzt noch nicht die alte Leistungsfähigkeit und auch Leistungsbereitschaft zu haben. Es ist genau richtig, gerade jetzt gut auf sich und die eigenen Bedürfnisse zu achten. Denn wir brauchen unsere Ressourcen und dienen niemandem, wenn wir uns jetzt gleich wieder überfordern!


Wir werden uns deshalb in dieser Woche einzig auf den neuen Schul- und Kita-Rhythmus fokussieren. Das Freizeitprogramm der Kinder, das auch wieder anlaufen darf, muss noch warten. Wir machen Babyschritte in Richtung Normalität und achten auf unsere Bedürfnisse.


Also pass gut auf dich auf und lass es ruhig angehen!

Deine Christine


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Dieser Artikel wurde geschrieben von Christine Winnacker, Inhaberin von elterngarten und elterngarten-Coach in München.



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